Login:



Umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Berufen.

 

Vermittlungsgutschein

Arbeitgeber

WAS MAN ÜBER DEN VERMITTLUNGSGUTSCHEIN WISSEN SOLLTE

Der Vermittlungsgutschein, kurz VGS genannt, ist im Zuge der so genannten Hartz-Reformen als neues Instrument der Arbeitsvermittlung eingeführt worden. Damit hat die Bundesagentur für Arbeit ihr Monopol als Arbeitsvermittler noch ein Stück weiter gelockert und die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Jobsuche erweitert.

Kurz gesagt: Ein Arbeitsloser soll die Chance haben, mit einem Vermittlungsgutschein zusätzlich einen oder mehrere private Arbeitsvermittler mit einer Stellensuche zu beauftragen. Mit dem Vermittlungsgutschein wurde die Arbeitsvermittlung flexibler und individueller gemacht, hat doch der private Arbeitsvermittler weitaus mehr Möglichkeiten, sich intensiv um eine neue und vor allem passende Stelle zu bemühen. Der private Arbeitsvermittler ist befreit von der gesamten Bürokratie, die ein Arbeitsvermittler in der Agentur für Arbeit leisten muss, hat also wesentlich mehr Zeit für einen arbeitssuchenden Menschen.

Voraussetzungen für einen Vermittlungsgutschein

Vorweg sei festgestellt: Bezieher von Arbeitslosengeld II, also Menschen, die von Hartz 4 leben müssen, haben im Prinzip keinen Rechtsanspruch auf einen Vermittlungsgutschein. In der Praxis jedoch zeigen sich die Arbeitsagenturen durchaus entgegenkommend, wenn noch genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Ansonsten haben einen Rechtsanspruch alle Menschen, die mindestens drei Monate als arbeitslos gemeldet waren und natürlich noch nicht vermittelt sind. Das heißt, die Hürde, um einen Vermittlungsgutschein zu bekommen, ist nicht sehr hoch.

Wer stellt den Vermittlungsgutschein aus?

In erster Linie die Agentur für Arbeit, seltener ein für den Arbeitssuchenden zuständiges Grundsicherungsamt. Erkennt ein Arbeitssuchender beispielsweise, dass sein zuständiger Sachbearbeiter, in der Amtssprache „Fall-Manager“ genannt, ihm bei der Jobsuche nicht wirklich weiterhelfen kann, so kann er von ihm einen Vermittlungsgutschein verlangen – er hat einen Rechtsanspruch darauf, wenn die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Weitere Berechtigte, die Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein haben, sind auch Arbeitssuchende, die in ABM-Maßnahmen arbeiten oder in SAM-Maßnahmen tätig sind. Der Vermittlungsgutschein eröffnet dem Arbeitssuchenden völlig neue Möglichkeiten, sich selbst um eine neue Arbeit zu bemühen. Dabei braucht man sich nicht auf einen einzigen privaten Arbeitsvermittler festlegen, man kann durchaus mehrere beauftragen. Wichtig ist jedoch, dass der private Vermittler und der Arbeitssuchende einen schriftlichen Vermittlungsvertrag unterzeichnen. Ohne einen solchen Vertrag ist der Vermittlungsgutschein ohne Wert, denn er ist die Voraussetzung für die Zusammenarbeit von privatem Arbeitsvermittler und Arbeitsagentur. Um den Vermittlungsgutschein zu bekommen, muss man bei Genehmigung nicht einmal persönlich bei der Agentur für Arbeit vorbei schauen, es genügt ein Anruf unter Angabe der „Kunden-Nummer“, und der Vermittlungsgutschein wird per Post geschickt. Das Original eines Vermittlungsgutscheins bekommt nur der private Arbeitsvermittler, der auch erfolgreich war. Das heißt, dass man darauf achten muss, anfänglich nur Kopien des Vermittlungsgutscheins abzugeben.

Was man sonst noch wissen muss!

Man hat nur Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein, wenn die hierfür bereit gestellten Gelder auch noch vorhanden sind. Ist der so genannte „Finanz-Topf“ erschöpft, geht man in der Tat leer aus. Ein Vermittlungsgutschein ist immer auf drei Monate befristet. Man kann jedoch bis zu vier Vermittlungsgutscheine im Jahr erhalten. Sollte der Arbeitssuchende während dieser drei Monate die eigentlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllen, hat er trotzdem noch für die Gültigkeitsdauer des Vermittlungsgutscheins einen Rechtsanspruch. Wichtig ist auch zu wissen, dass kein privater Arbeitsvermittler einen Vermittlungsgutschein annehmen muss. Das heißt, er kann völlig selbstständig entscheiden, ob er für einen Arbeitssuchenden tätig werden möchte. Oft hängt dies davon ab, ob der private Arbeitsvermittler entsprechende Erfolgsaussichten vermutet oder nicht, denn nur bei einer erfolgreichen versicherungspflichtigen Vermittlung kann er den Gutschein bei der Agentur für Arbeit einlösen.

Schlussbemerkung

Da bei einer Jobsuche sehr viel Eigeninitiative gefordert ist, unterstützt der Vermittlungsgutschein den Arbeitssuchenden erheblich. Mit Hilfe eines privaten Arbeitsvermittlers, das belegen die Statistiken, erhöht sich die Chance für einen neuen Arbeitsplatz um ein Vielfaches.

Interessant:

HauspersonalVermittlungsgutschein
Was ist eigentlich ein Vermittlungsgutschein?
Das sollten Sie wissen.

Image Informationen zu den Berufen
Jeder Beruf bzw. Berufszweig erfordert verschiedene Qualifikationen. Wir möchten Ihnen die verschiedenen Berufe vorstellen.

Bewerbung:

ImageMit der richtigen Bewerbung...
... kann man punkten. Befolgen Sie wichtige Tipps, damit es klappt.

Online BewerbungOnline bewerben
Immer mehr im Trend: Die Online Bewerbung.
Wichtige Tipps und Tricks.

Image Haushalts- und Pflegepersonal
Krankheit, Haushalt und Kinderbetreung erfordern eine Arbeitskraft. Haushaltspersonal auf EU Ebene.

PersonalBoard
Informationen zu den Berufen